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HPV beim Mann

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Wenn wir an HPV denken, verbinden wir es meist mit Gebärmutterhalskrebs. Es stimmt – HPV ist die Hauptursache dieser Krankheit bei Frauen. Aber wusstest du, dass dieses Virus auch Männer betreffen kann?


Auch wenn der Großteil der HPV-Infektionen von selbst abheilt, können anhaltende Infektionen bei Männern z.B. zu Analkrebs oder Genitalwarzen führen.


Es gibt eine wirksame Präventionsform – die HPV-Impfung, die auch Männer vor bestimmten HPV-bedingten Krankheiten und Krebserkrankungen schützen kann.

HPV bei Männern – was ist das und was ist das Risiko?

HPV ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheitserreger. 8 von 10 sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens damit. Und dennoch wird HPV oftmals als bloßes „Frauenthema“ wahrgenommen. Doch auch für Männer kann eine Ansteckung gesundheitliche Folgen haben, falls die Infektion nicht von selbst wieder weggeht – was sie glücklicherweise meistens tut, nämlich unterschiedliche Krebsarten, Krebsvorstufen und Genitalwarzen.

Außerdem können Männer asymptomatische Überträger sein und das Virus unwissentlich an ihre Partner:innen übertragen. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich über HPV zu informieren und gegebenenfalls vorzusorgen.

HPV-Test für Männer – gibt es das?

Anders als für Frauen, ist der HPV-Test beim Mann in Österreich nicht empfohlen, solange sich keinerlei verdächtigen Veränderungen der (Schleim-)Haut zeigen.

Solltest du selbst dir aber unsicher sein oder ein Verdacht bestehen: Sprich mit deiner:m Ärzt:in.

HPV-Vorsorge bei Männern – auch in einer Beziehung?!

HPV ist weit verbreitet, daher bewährt es sich auch für Menschen in monogamen Beziehungen, sich impfen zu lassen. Eine Impfung kann zusätzlichen Schutz gegen Virusarten bieten, denen man selbst oder der/die Partner:in bisher nicht ausgesetzt war.

Für Personen mit wechselnden Geschlechtspartner:innen macht die Impfung ebenso Sinn – denn selbst ein Kondom schützt nicht zu 100% vor einer Übertragung von HPV.

HPV-Impfung bei Männern – wie funktioniert sie?

Die HPV-Impfung kann gegen einige der Auswirkungen einer Infektion mit ausgewählten Virustypen schützen. Die Impfung enthält virusähnliche Partikel (VLPs), die nicht das lebende genetische Material des Virus enthalten, aber dem Immunsystem beibringen, HPV zu erkennen und zu bekämpfen.

Dank der Impfung produziert der Körper Antikörper, die im Falle eines tatsächlichen Kontakts mit dem Virus es effektiv neutralisieren können, bevor sich Vorstufen- oder Krebsveränderungen entwickeln.

Die HPV-Impfung trägt dazu bei, das Entstehen von Krebsvorstufen von Analkrebs um 80% zu verringern.

HPV-Impfung bei erwachsenen Männern – lohnt es sich?

Viele Männer fragen sich: Lohnt es sich, sich impfen zu lassen, wenn ich bereits erwachsen bin? Die Antwort hängt von der individuellen Situation ab, aber in den meisten Fällen sollte eine Impfung in Betracht gezogen werden, da sie gesundheitliche Vorteile haben kann. Ein Gespräch mit deiner:m Ärzt:in kann Klarheit schaffen.

Die Empfehlungen für HPV-Impfungen variieren je nach Land und je nach Gesundheitsorganisation. Der Österreichische Impfplan empfiehlt die Impfung bis zum 30. Geburtstag. Sie kann aber auch danach noch Sinn machen.


AT-GSL-01090, 08/2026